Zur Hauptnavigation springen [Alt]+[0] Zum Seiteninhalt springen [Alt]+[1]

Wonach suchen Sie?

Rathaus

Verübergendes Badeverbot im Stausee

Am Donnerstag, 27.09.2018, ist dem Landratsamt Zollernalbkreis eine rot-braune Verfärbung auf dem Schömberger Stausee gemeldet worden. In Abstimmung mit der Stadt Schömberg wurde der Badebetrieb vorsorglich eingestellt und Wasserproben entnommen.

In der am Freitag daraufhin durch das Landratsamt gezogenen Seewasserprobe aus dem betroffenen Bereich konnten mikroskopisch Blaualgen nachgewiesen werden, wegen der rötlichen Farbgebung in Form der Burgunderblutalge (wissenschaftlich Planktothrix rubescens). Bei den Blaualgen handelt es sich nicht um richtige Algen (Pflanzen), sondern um Cyanobakterien. Ursächlich für die Algenbildung sind meist natürliche Prozesse wie zu wenig Niederschläge und anhaltende Hitze. Diese sorgen für einen hohen Nährstoffgehalt im Wasser, was wiederum eine Algenbildung begünstigt.

Hierzu führt das Gesundheitsamt weiter aus:
Burgunderblutalgen (rötliche Cyanobakterien wegen einem zusätzlichen roten Pigment) werden in vielen Alpen- und Voralpenseen so z.B. am Bodensee, am Murtensee, Wörthersee, Mondsee, Ammersee oder Zürichsee gefunden. Sie halten sich im kalten Tiefenwasserbereich an der Grenze zum wärmeren Oberflächenwasserbereich auf. Dort gelingt es ihnen wegen dem roten Farbstoff das als einzigen Lichtanteil in die Tiefe gelangende grüne Licht zu nutzen. In der kälteren oder kalten Jahreszeit wird die Temperaturschichtung des Wassers wegen der Abkühlung der oberen Wasserschichten aufgehoben: dann können die Fäden der Burgunderblutalgen nach oben gelangen. Dies führt dann meist zu einer recht plötzlichen schlierigen rot-braun Färbung des Wassers.

Wie einige andere Blaualgen auch, können Burgunderblutalgen ein Toxin (Gift) bilden, welches bei massiver Algenblüte (Vermehrung der Algen) hautreizend und gesundheitsschädlich sein kann. Ein Erwachsener muss allerdings beim Baden mehrere Liter Seewasser trinken, um akute Symptome zu entwickeln.

Das Auftreten von Blaualgen an Badegewässern in der warmen Jahreszeit während der Badesaison wird deswegen aus Gesundheitsschutzgründen und entsprechend den Vorgaben der Badegewässerverordnung durch das Gesundheitsamt genauer untersucht. Bestätigt die Mikroskopie die Cyanobakterien in der gezogenen Wasserprobe, so muss in einem weiteren Schritt untersucht werden, ob es sich um eine toxinbildende Art handelt (Microcystinbestimmung). Da im Sommer viele Menschen und darunter auch Kinder und Kleinkinder in den Badegewässern baden, sind bei positiver und hoher Microcystinbestimmung Maßnahmen erforderlich, bis hin zum Erlass eines Badeverbots durch die zuständige Gemeinde.

Eine Blaualgenblüte während der Badesaison wurde bisher an keinem Badegewässer des Zollernalbkreises festgestellt und bei zwei in den letzten Jahren durchgeführten Untersuchungsprogrammen auch kein Microcystin (Toxin) gefunden.

Das Gesundheitsamt rät derzeit weiterhin, trotz des schönen Herbstwetters, aber bei kalter Wassertemperatur vom Baden im Schömberger Stausee wegen der Burgunderblutalge ab.

Daher wird die Stadt Schömberg die Badeverbot-Schilder weiterhin ausgehängt lassen und den Stausee regelmäßig beobachten.

Politik & Verwaltung

Um Ihnen Wege zu ersparen, arbeiten wir ständig am Ausbau unseres Bürgerservice. Sie finden deshalb eine großen Umfang von Informationen und Formulare zu unterschiedlichen Anliegen auf unserer Homepage. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch gerne im Rathaus persönlich zur Verfügung.

Lesen Sie mehr